Was ist Potenzialfokussierte Pädagogik?

Die PFP geht den Weg, mehr Erfolge, Freude und Leichtigkeit im Bildungssystem zu ermöglichen. Dieses Mehr an Erfolgen soll dabei für alle Akeure im Bildungssystem möglich werden: für die Kinder und Jugendlichen, für die PädagogInnen und alle Beschäftigten sowie auch für die Eltern.

Unser neues Lernkonzept macht es möglich mehr Erfolge wahrzunehmen und Fehler rascher in Lernschritte umzusetzen. Im Mittelpunkt steht dafür die Selbstverantwortung für das Mögliche. Die Kinder und Jugendlichen werden dabei "ans Lenkrad des Lernens gesetzt". Mit neuen Methoden der Beobachtung und Führung der Lernenden sowie der sinnorientierten Gestaltung der Aufgaben werden die unterschiedlichen Möglichkeiten der Lernenden für mehr Lernerfolge genutzt.

Die Potenzialfokussierte Pädagogik wird mittlerweile von vielen PädagogInnen und LeiterInnen in Kindergärten und Schulen sowie von Eltern in ganz Österreich eingesetzt.

Prinzipien der PFP

Die Prinzipien der Potenzialfokussierung beruhen vor allem auf einer dynamische Sichtweise des Lernens und aller Phänomene im Bildungssystem. Nur in einer dynamischen Sichtweise wird der wichtigste "Rohstoff" für die PFP sichtbar: dass es immer Unterschiede zwischen besser und weniger gut Gelingen gibt. Alle Prinzipien sind so ausgerichtet, dass der Alltag des Lernens und der Entwicklung die Nutzung positiver Unterschiede ermöglicht.

Das Potenzialfokussierte Vorgehen von Kindergarten bis (Hoch)Schule beruht auf folgenden Prinzipien:

  • Der Alltag in Kindergärten und Schulen ist stark geprägt von der Wahrnehmung von Defiziten. Die PFP verfolgt hier das Grundprinzip "Defizite in Möglichkeiten" zu verwandeln und somit eine Entwicklung von der "Defizit-Fokussierung" zur "Potenzial-Fokussierung" zu erlauben
  • In einer dynamischen Sichtweise des "Auf und Ab" der Lernerfolge hat jede/r hat Potenziale, die sie/er entwickeln kann und will
  • Notwendig und hilfreich sind dafür Instrumente und Vorgehensweisen, die das Gelingende und die kleinen alltäglich auftretenden Potenziale vor allem in Kindergärten und (Hoch)Schulen sichtbar machen.
  • Die Sprache im Bildungssystem sollte daher auf Möglichkeiten und Entwicklungsschritte und so wenig wie möglich auf Defizite und das Fehlende bezogen werden 
  • Für diese Entwicklung ist Handeln und Tun der zentrale Ansatz
  • Mit diesem Konzept ist die Förderung von Potenzialen nicht nur bei SchülerInnen, sondern genauso bei LehrerInnen, DirektorInnen und Eltern möglich.
  • Die beste Möglichkeit diese Potenziale zu entwickeln liegt in der Eigenverantwortung jeder/s Einzelnen.
  • Potenziale entwickeln sich nur bei vollkommen individualisierter Vorgehensweise.
  • Im Mittelpunkt steht das Gestalten von Lern- und Entwicklungsräumen, in denen sich die Potenziale entfalten können.

 

 

 

Ein potenzialfokussierter Schultag

Ein erster Einblick in den Schulalltag einer potenzialfokussierten Schule - Itter, Tirol

Zur Opens external link in new windowORF-Reportage über die Potenzialfokussierte Schule Itter 

Artikel: "Potenzialfokussierte Bewertung in Schulen"

Erfahren Sie, wie potenzialfokussierte Bewertung von SchülerInnen funktioniert
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